Der Kronprinz

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Bild SKH Kronprinz Nugzar

(Batonishvili/Tsarevich) (geboren 1950)

mit

IKH Prinzessin Leila

(Batonishvili/Tsarevna) (geboren 1947)

 

Ursprung der königlichen Linie
Nach dem Untergang des Byzantinischen Reiches im Jahre 1453 fand sich das georgische Königreich in einer schwierigen Situation wieder. Der letzte König des geeinten Georgien war Giorgi VIII (1446 – 1466). Er repräsentierte sowohl die Linie des östlichen georgischen Königreichs (als Blutsnachkomme von König David Ulu, väterlicherseits), als auch die des westlichen georgischen Königreiches (als Blutsnachkomme von König David Narini, mütterlicherseits). Dies erst legitimierte es, den Anspruch als königliche Linie eines vereinten Georgien erheben zu können.

Ende des vereinten Georgien
Während der Regentschaft von Giorgi VIII als König des vereinten Georgien, zerbrach das Osmanische Reich durch seinen Einfluss die Koalition zwischen Georgien und dem Rest von Europa. Letztlich resultierte dies wieder in der Aufspaltung des vereinten Georgien, diesmal in drei Königreiche: Kakheti, Kartli und Imereti. Im Jahre 1466 war König Giorgi VIII gezwungen, nach Kakheti zu flüchten. Dort begründete er selbst einen der drei Nachfolger des vereinten Georgien, das unabhängige Königreich von Kakheti. Obwohl er den Kampf für ein erneut unter seiner Krone vereintes Georgien fortsetzte, scheiterte er doch an der nun herrschenden geopolitischen Realität.

Ende des vereinten Königreiches von Kartli-Kakheti
In den folgenden Jahrhunderten setzten mehrere seiner Nachkommen, nunmehr als Oberhäupter des Königshauses von Khaketi, den Kampf für eine Vereinigung fort. Einige von ihnen konnten hierbei sogar Erfolge verbuchen, wie etwa König Teimuraz I (1605-1648). Ihm gelang es im Jahre 1625 zwei der drei georgischen Königreiche zu vereinen und er wurde König des vereinten Königreiches von  Kartli-Kakheti. Der Einmarsch persischer Truppen  beendete diese Vereinigung im Jahre 1648 wieder. König Erekle I, Enkel von König Teimuraz I, versuchte während seiner Herrschaft als König von Kartli zwischen 1688 und 1703 eine erneute Verschmelzung mit Kakheti. Eine Intervention der Perser verhinderte dies jedoch. Auch die Linie des Königshauses von Kakheti setzte diese Bestrebungen fort. König Alexander III, Herrscher von Kakheti von 1735 bis 1737, ebenso wie König Teimuraz II, der 1744 König von Kartli wurde. Aber, erst sein Sohn, Erekle II von Kakheti, schaffte es, die beiden Königreiche wieder zu vereinen, nachdem sein Vater 1762 verstorben war. So wurde Erekle II wieder König eines vereinten Königreiches von Kartli-Kakheti (dem Vorläufer von Georgien).

Vertrag der Iberia
Das Jahr 1790 wurde bedeutsam durch den sogenannten „Vertrag der Iberia“. Er bestimmte König Erekle II zum Souverän aller Georgier, zum „Vater von ihnen allen“. Dieser Vertrag wurde unterzeichnet vom Patriarchen von Georgien, Köng Solomon II von Imereti, Grigol Dadiani (Prinz von Mengrelia) und Simon Gurieli (Prinz von Guria). Somit waren wieder alle drei Königreiche unter einer Krone vereint. Den Status als König des vereinten Georgien erhielt auch sein Sohn, Giorgi XII, der allerdings auch zum letzten König von Georgien wurde.

Im russischen Zarenreich
Im Jahre 1801 löste der Zar von Russland die georgische Monarchie auf. Allerdings blieben die Titel und Ehren der Thronerben weiterhin durch das russische Zarenreich offiziell anerkannt. Die Erben von König Erekle II und König Giorgi XII führten sie weiter. Ab dieser Zeit, 1801, fand sich die königliche Familie von Georgien (die Vorfahren von SKH Kronprinz Nugzar Bagration Gruzinski) durch die Hand des russischen Zarenreiches im Exil wieder. Keine der anderen Linien der Bagratiden (weder die Bagrationi-Mukhranski, die Bagrationi-Davitishvili oder die Bagrationi-Babadishi Linie) wurde von Russland exiliert. Der Grund hierfür war simpel: sie repräsentieren nur hochadelige Linien, ohne Recht oder Anspruch auf den Thron von Georgien.

Ursprung des Namenszusatzes Gruzinski
In den frühen Jahren des 19. Jahrunderts gab das russische Zarenreich den Erlass heraus, dass nur die Söhne und Töchter des Königs von Georgien den Titel  “Georgischer Prinz oder Georgische Prinzessin” führen durften (buchstäblich „Gruzinski“, das „von Georgien“ bedeutet). Auf diese Weise sollten diese königlichen Prinzen und Prinzessinen von den anderen Mitgliedern des Bagratiden Hochadels unterschieden werden. Aus diesem Grunde führt nur die königliche Familie den Namen Bagrationi-Gruzinski. Weitergehend erließ das russische Zarenreich im Jahre 1833, dass nur den Enkeln von König Erekle II und König Giorgi XII der Titel eines „Georgischen Prinzen“ (Gruzinski) gewährt würde; dies wurde dann Teil des Hausnamens dieser Linie. 1865 verlieh der russische Zar Alexander II allen Mitgliedern dieser königlichen Linie (also den Vorfahren von SKH Kronprinz Nugzar Bagrationi-Gruzinski) die Anrede “Höchstrespektierter”. Diese Familie, dessen Nachfahre SKH Kronprinz Nugzar Bagrationi-Gruzinski ist, wurde als königlich und gleichwertig den anderen königlichen Familien von Europa angesehen. Einige sehr prominente Mitglieder des russischen Hochadels betrachteten die Königliche Familie von Georgien als im Prestige nur eine Stufe unterhalb des russischen Zarenhauses stehend.

Der Vater von Kronprinz Nugzar
Kronprinz Nugzar Bagrationi-Gruzinski ist der Sohn SKH Prinz Peter Bagrationi-Gruzinski von Georgien (1920–1984). Prinz Peter war ein bekannter Dichter und Oberhaupt des Königshauses von Georgien zwischen 1939 und 1984. Sein Großvater, SKH Prinz Alexander (1820-1865), war der Sohn von SKH Prinz Bagrat, dem vierten Sohn von König Giorgi XII von Georgien. Prinz Peter war gezwungen sein Leben in Sowjetrussland zu verbringen. Die Sowjets wussten, dass er der rechtmäßige Erbe des Throns von Georgien war. Sie wollten kein Risiko eingehen und unterbanden so die Verbreitung der Idee durch einheimische Georgier, ein unabhängiges georgisches Königreich wiederherzustellen. Obwohl inhaftiert, setzte Prinz Peter seinen inneren Protest gegen die sowjetische Regierung mit Hilfe seiner Gedichte fort. Er war Teil der Untergrundjugend, die im verborgenen anti-sowjetische Literatur herstellte. Eines seiner so veröffentlichten Gedichte führte 1945 zu seiner Verhaftung. In diesem Gedicht spricht der Dichter offen von seiner königlichen Abstammung und seinem Status als direkter Nachkomme des großen Königs Erekle II. Ihm drohte  hierfür die Todesstrafe. Jedoch fiel der Regierung noch eine bessere Lösung ein: Man erklärte ihn für verrückt. So saß er bis 1948 in einer Haftanstalt für psychisch Kranke. Hierdurch hoffte man die königliche Familie zu diskreditieren. Vergeblich. Nach der Haftentlassung wurde er bekannt für seine Gedichte und Lieder, die in zahlreichen Filmen Verwendung fanden. Durch den Tod des „Dichter-Prinzen“ Peter (II) im Jahre 1984 ging die Position des Oberhauptes der königlichen Familie von Georgien auf seinen Sohn, Kronprinz Nugzar Bagrationi-Gruzinski über.

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Bild Russisches Archivdokument über den Fall von Prinz Peter.

Der Kronprinz
SKH Kronprinz Nugzar Bagrationi-Gruzinski ist der rechtmäßige Erbe der letzten Könige des vereinten Georgien, der rechtmäßige Erbe der letzten Könige des Königreiches Kartli-Kakheti und der rechtmäßige Erbe nach den Regeln der Primogenitur in der männlichen Linie von König Giorgi XII. Im Jahr 2006 unterzeichnete das damalige Oberhaupt des Königshauses von Imereti, IKH Prinzessin Nino Bagration-Imeretinski (1915-2008), ein wichtiges Memorandum. Im Namen der königlichen Linie von Imereti erkannte sie die Ansprüche und Souveränität der Bagrationi-Gruzinski Familie über die anderen Bagratiden Linien ebenfalls als rechtmäßig an.

SKH Kronprinz Nugzar Bagrationi-Gruzinski ist mit der bekannten Schauspielerin Prinzessin Leila Kipiani verheiratet. Sie wurde am 16. Juli 1947 in Tiflis geboren. Die Hochzeit fand am 10. Februar 1971 statt. Der Kronprinz und die Prinzessin haben zwei Töchter: Prinzessin Anna (geboren 1976) und Prinzessin Maia (geboren 1978). Prinzessin Leila stammt von einer der hochadeligen Familien aus dem westlichen Georgien ab.

Wie sein Vater, hatte auch SKH Kronprinz Nugzar Bagrationi-Gruzinski mit Einschränkungen durch die Sowjetregierung zu kämpfen. Fand zum Beispiel eine Theateraufführung unter seiner Leitung im Ausland statt, so wurde ihm stets ein Ausreise-Visa verwehrt. Die Sowjets waren besorgt, das eine Ausreise ihm ermöglichen würde, aus dem Ausland heraus seine Rechte zu beanspruchen. Dennoch gelang es ihm, verschiedene Aufführungen zu organisieren. Bis heute ist er aktiv als Schauspiellehrer und -trainer. Aktuell wirkt er als Regisseur und Drehbuchautor am Tumanischwili-Theater für Filmschauspieler in Tiflis. Diese Leidenschaft lebt er neben seinen Pflichten als Oberhaupt des Königshauses von Georgien.

Aus einem Gefühl der Verantwortung heraus, gegenüber seinem Land und den Menschen, versucht Kronprinz Nugzar Bagrationi-Gruzinski die negativen Folgen aus der Sowjet-Ära und des Krieges im Jahre 2008 anzugehen. Die Lebensumstände vieler Menschen in Georgien sind weiterhin schwierig. Um die Situation zu verbessern, arbeitet Kronprinz Nugzar Bagrationi-Gruzinski mit verschiedenen Spendenorganisationen an karitativen Lösungen für diese Menschen in Georgien.

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Bild Erblinie von Kronprinz Nugzar und Prinzessin Anna

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Bild Hierarchie der königlichen Familie, der souveränen fürstlichen Familien und der nicht-souveränen fürstlichen Familien in Georgien, bis 1801.

Link: Rangfolge der Bagratiden-Linien unterhalb der königlichen Bagrationi-Gruzinski Linie

Download Memorandum von 2006: Addendum 10

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Bild Stammbaum der Bagratiden-Linien

Die direkten Vorfahren von SKH Kronprinz Nugzar Bagrationi-Gruzinski

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Bild Erekle II
König des vereinten Georgien
(1790 – 1798)

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Bild Giorgi XII
König des vereinten Georgien
(Der letzte König von Georgien) (1798-1800)

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Bild SKH Bagrat
Georgischer Prinz (Erbe und Thronfolger) (Batonishvili/Tsarevich) (1776-1841)

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Bild SKH Alexander
Georgischer Prinz (Erbe und Thronfolger) (Batonishvili/Tsarevich) (1820-1865)

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Bild SKH Peter
Georgischer Prinz (Erbe und Thronfolger) (Batonishvili/Tsarevich) (1857-1922)

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Bild SKH Peter
Georgischer Prinz (Erbe und Thronfolger) (Batonishvili/Tsarevich) (1920-1984)

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Bild Seine Königliche Hoheit Kronprinz Nugzar von Georgien
(Erbe und Thronfolger des Throns von Georgien) (Batonishvili/Tsarevich) (Geboren 1950)

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